Die richtige Hautpflege im Winter

Donnerstag, 06. November 2008
KATEGORIE: körper

Eigentlich scheint die Haut perfekt ausgerüstet. Warum also spannt sie dann oftmals, fühlt sich rau an und juckt? Die Gründe sind einfach: Bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius treten die Talgdrüsen in den Generalstreik und stellen ihre Fettproduktion ein, wodurch ein Hauptbestandteil des Hautschutzmantels verloren geht. Durch den fehlenden Fettfilm verdunstet Wasser schneller von der Hautoberfläche, was die geringe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen und die staubtrockene Luft in überheizten Räumen noch begünstigen.

Und noch etwas macht der Haut zu schaffen: akribisch betriebene Reinlichkeitsrituale. Morgens Duschen, abends gleich noch mal, ein Wannenbad dreimal die Woche – das hält die Haut auf Dauer nicht aus. Bringt man bei diesen oder ähnlichen Säuberungsgewohnheiten den Fett-, Wasser- und Säurehaushalt gar noch mit aggressiven Reinigungsmitteln wie Seife oder stark schäumenden Duschgelen aus dem Gleichgewicht, sind Schäden der ohnehin schon winterlich vorbelasteten Haut programmiert.

Flüssige Hautpflege von innen
Gerade im Winter, in dem die Luftfeuchtigkeit deutlich abnimmt, empfehlen Ernährungswissenschaftler, zumindest zwei Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, Saftschorlen sowie Früchte-, Kräuter- oder Rotbuschtee zu trinken, damit die Haut nicht austrocknet. Nach Sport oder Sauna sollte es sogar noch mehr sein!

Kleines Bade-Einmaleins
Reinlichkeit ist lobenswert, übertrieben schadet sie der Haut aber eher. Der Expertenrat für Erwachsene: höchstens ein Vollbad pro Woche und maximal alle zwei Tage unter die Dusche. Die optimale Badetemperatur beträgt 35 bis 38 Grad Celsius, die Badedauer sollte 15 Minuten nicht überschreiten. Wärmere und längere Bäder laugen nicht nur die Haut aus, sondern können obendrein noch den Kreislauf belasten.

Frostalarm auf der Piste
Wer bei eisigen Temperaturen vergisst, sein Gesicht zu präparieren, bekommt nach einem langen Tag auf der Skipiste die Quittung: Ausgedörrte, verbrannte Haut, unter der kleine geplatzte Äderchen erscheinen, man sprich dabei auch von Couperose. Der frostige Wind auf dem Skilift oder bei der Abfahrt vervielfacht die Kältebelastung, und die starke Sonnenbelastung beansprucht die Haut zusätzlich.
Denn wer auf die Berge klettert, der geht der Sonne entgegen – pro erklommene 1000 Meter nimmt die UVB-Strahlung um 15 bis 20 Prozent zu, auf 2500 Meter ist sie also doppelt so hoch wie im Flachland. In reiner Bergluft filtert kein Schmutz die UV-Strahlung – wenn dazu noch Schnee die Sonne reflektiert, bis zu 70 Prozent – wird es brenzlig.Winterblasse Haut ist besonders wehrlos. Ihr fehlt die schützende Lichtschwelle, außerdem muss sie mit einer gedrosselten Melaninsynthese zurechtkommen, die für die braunen schützenden Pigmente in der Haut sorgt. Damit es unter Umständen nicht zum persönlichen Alpenglühen kommt: Eincremen – Ohren, Nacken und Hals nicht vergessen – mindestens mit Lichtschutzfaktor 30. Auch an weniger sonnigen Tagen.

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Eine Reaktion zu “Die richtige Hautpflege im Winter”

  1. Lippenpflege-Tipps: trockene Lippen, was tun | kosmetiki.de, am 29. April 2013:

    [...] neigt hierbei zum Austrocknen, dessen Folgen wiederum raue und spröde Lippen sind. Auch der Winter stellt eine wahre Herausforderung an die Lippen dar. Die ewige Kälte und der Frost entziehen [...]

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