Die amerikanische Gesellschaft für Dermatologie bezeichnet Cellulite als die physiologische Art für die Frau nach der Pubertät Fett zu speichern. Neunzig Prozent der Frauen jenseits des 20. Lebensjahres haben Cellulite. Diese besteht aus Schichten von Fettzellen und Bindegewebe, die sich unmittelbar unter der Haut anhäufen. Das passiert vor allem im Bereich des Gesäßes und der Oberschenkel. Es wird davon ausgegangen, dass mehrere Faktoren die Fettzellen so beeinflussen, dass sie voluminöser werden. Einlagerung von Wasser und Toxinen kommen hinzu und geben der Haut das für die Cellulite typische Aussehen, das gerne mit der Schale einer Orange verglichen wird.
Was kann gegen Cellulite unternommen werden?
Es ist kein Zufall, dass bei Profisportlerinnen keine Cellulite vorkommt. Bewegung führt zur Mobilisierung der Toxine und zu ihrem Abtransport durch das lymphatische System. Bewegungsmangel lässt das Lymphsystem langsamer arbeiten, was die Verschlechterung der Cellulite zur Folge hat.
Die ausreichende Wasserzufuhr ist wichtig für die gute Funktion des Lymphsystems und damit für den Abtransport der Toxine. Der menschliche Körper verbraucht täglich zwei Liter Wasser für seine Funktionen (z.B. Produktion von Schweiß, Speichel usw.). Diese Menge muss ersetzt werden.
Die Ernährung ist ein sehr wichtiger Faktor der zur Cellulitebildung führen kann. Obst und Gemüse sollten täglich konsumiert werden um der Cellulite vorzubeugen. Fetthaltige Nahrungsmittel sollten reduziert werden. Selbst bei normalgewichtigen Frauen führt eine erhöhte Fettzufuhr zum prozentualen Anstieg des Körperfetts und somit zur Cellulitebildung. Vor allem die Vermeidung von gesättigten Fetten spielt eine wichtige Rolle. Die hohe Salzzufuhr führt zu Wassereinlagerungen und verschlechtert die Lage. Ebenfalls zu meiden sind koffeinhaltige Getränke und Alkohol.
Kreislauffördernde Maßnahmen verbessern das Bild der Haut. Dazu gehört das Bürsten der Beine. Es wird immer bei den Füßen begonnen und in Richtung des Herzens gebürstet. Im Gesäßbereich sind kreisende Bewegungen anzuwenden.
Wechselbäder und “Massagen” mit dem Wasserstrahl fördern ebenfalls die Circulation. Selbstverständlich sollte der Hauptfaktor der die Gefäße schädigt – das Rauchen – gemieden werden.
Unterstützend kann eine Creme oder ein Serum mit anticellulitischen Eigenschaften zum Einsatz kommen. Ihre richtige Anwendung beinhaltet das Einmassieren des ganzen Beins. Es wird am Fuß begonnen und in aufsteigender Richtung massiert.
Neuerdings wird in medizinischen Zentren die Injektionslipolyse (umgangssprachlich: Fett-weg-Spritze) durchgeführt. Hierbei werden Stoffe mit fettlösender Wirkung ins Fettgewebe gespritzt.
Bekommen Männer Cellulite?
Männer entwickeln nur in Ausnahmefällen Cellulite. Dies geschieht bei verminderter Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron oder bei vermehrter Bildung des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen, welches normalerweise auch beim Mann in geringen Mengen produziert wird.
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